Faure-Nicolay (Nicolas Faure) 1830-1904 (F) ![]() 1869 trat Faure Nicolay vor Napoleon III auf. 1871 trat er erstmals in Brasilien auf, 1872 in Argentinien. Bei seinen Auftritten zeigte er Manipulationen, gab Demonstrationen seiner Fähigkeiten als Billardspieler, führte Illusionen, Hypnose- und spiritistische Experimente vor. Mitte der 1880er-Jahre nahm er auch die Bildprojektion und die Vorführung von Filmen in sein Programm auf und wurde Anfang der 1890er-Jahre in Brasilien mit seiner "“Companhia Francesa de Variedades”, die aus seinen drei Töchtern Rosina, Paula und Louise sowie „Louis Nicolay“ bestand (dem Mann, der ihm den Cinematographen verkauft hatte und ihn in der Show bediente), zu einem Pionier auf diesem Gebiet. 1901 publizierte Faure Nicolay seine Biografie "Memórias e Confidências“, in der er auch Zauberkunststücke beschreibt und Anleitungen zum Billardspiel gibt. Faure Nicolay starb 1904 Rio de Janeiro. Basch, Friedrich 1833-1877 (D) ![]() |
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Gallici, Pietro 1834-1897 (I) ![]() Er verliess mit 17 das Elternhaus und ging nach Deutschland, wo er als Chauffeur arbeitete. Später heiratete er in Frankreich die Schwester des Illusionisten Loramus und übernahm und erneuerte dessen fahrende Zauberschau. Besonders bekannt wurde er durch seine Vorführung der unerschöpflichen Flasche. In seinem Programm hatte er auch viele grosse Illusionen wie das Geisterkabinett der Gebrüder Davenport, die verschwindende Dame nach Buatier de Kolta und die Selbstenhauptung. 1897 verstarb er in Frankreich. |
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Lynn, Dr. Hugh Simmons (John Wesley Simmons ) 1835[36]-1899 (GB) ![]() Unter dem Namen Washington Simmons trat er 1863 in Australien als "weltbekannter englischer Illusionist" und als "The American Frikell, late of ST. James Hall London" auf. Er reiste auch nach Shanghai und Japan und danach im gleichen Jahr nach Amerika, wo er heiratete. 1873 kehrte er als Dr. H. S. Lynn nach England zurück, wo er in der Egyptian Hall in London auftrat. Da eine Woche später auch John Nevil Maskelyne dort auftrat, entwickelte sich eine starke Rivalität zwischen den beiden Künstlern. 1875-1876 reiste Lynn durch England, Europa und Amerika, wobei er Aufmerksamkeit erregte mit seiner Version von Tobin's "Palingenesia" (einem Assistenten werden ein Arm, ein Bein und schliesslich der Kopf abgetrennt und wieder augesetzt). 1886 kehrte er nach Australien zurück und plante eine Tournee durch Australien, Neuseeland, Java, Manila, China, Indien und Japan. Da seine Frau inzwischen in Amerika erkrankt war und bald darauf starb, sagte er die Tournee ab, kehrte nach Amerika, und ein paar Jahre danach nach England zurück. |
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Fields, Charles Edwin 1835-1912 (GB) ![]() |
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L'Homme Masqué (José Antenor Gago y Zavala) 1835-1913? (Peru) ![]() Er wurde zum geschicktesten Künstler um die Jahrhundertwende. Er zeigte auf leerer Bühne Manipulationen mit Münzen, Karten, Uhren, Eiern, Zigarren, Seidentüchern usw. Er führte als einer der ersten das Riesengedächtnis mit fünfzig zugerufenen Wörtern vor. Als sich seine finanzielle Lage nach Tourneen durch ganz Europa verschlechterte, beging der von seiner Familie verstossene verarmte Künstler in Paris Selbstmord. |
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Liebenow, Erhard 1935-2016 (D) ![]() Nach dem zweiten Weltkrieg musste die Famile nach Westdeutshcland übersiedeln. Dort lieh im ein Amateurzauberkünstler ein paar Bücher aus, in denen er die Anleitung zum Bau von Zauberapparaten fand. Mit 15 unterhieilt der daraufhin Verwandte und Freunde mit selbstgebauten Apparaten. Schule und Beruf liessen ihm danach keine Zeit, sich mit der Zauberkunst zu befassen. Erst als er 1963 mit seiner Frau an seinem damaligen Wohnort Düsseldorf eine Zaubervorstellung besuchte, erwachte seine Liebe zur Zauberkunst erneut und verliess ihn nicht mehr. Er trat dem magischen Zirkel von Deutschland bei und arbeitete mit Wolfgang Sommer als seinem Partner eine Bühnennummer "The Magic Playboys" aus, ihn der er als ernsthafter Zauberkünstler, Wolfgang Sommer als Clown auftrat. Am FISM-Kongress 1970 in Amsterdam präsentierte Erhard Liebenow im Close-up-Wettbewerb seine Pokerchip-Routine. Emil Loew engagierte ihn daraufhin ab 1971 für mehrere Seminarreisen durch die USA. Im gleichen Jahr trat er auch der I.B.M bei. Die von Werry produzierten Chips machte er in den folgenden Jahren weltberühmt. 1972 trat er erstmals in der Close-up Gallery im Magic Castle in Hollywood auf. Nachdem ihm dort Charlie Miller den Faro Shuffle gezeigt hatte, veröffentlichte er 1973-1975 in der MAGIE eine Artikelserie über die damals in Europa praktisch unbekannte Mischtechnik. 1973 wurde sein Film "Tricks with Poker Chips" am FISM-Kongress in Paris mit einem ersten Preis ausgezeichnet. 1975 arbeitete er für den Zauberkongress in Saint Vincent eine Bühnennummer mit von Werry produzierten erscheinenden und verschwindenden Spazierstöcken aus Kunststoff und dem Ringspiel aus, das er später durch die Produktion von Klappblumen ersetzte. Diese farbenfrohe Nummer zeigte er unter anderem in Europa, den USA, Brasilien, Japan, Indien, Israel und Tunesien. Erhard Liebenow schrieb während über 30 Jahren zahlreiche Beiträge für magische Zeitschriften und publizierte die zwei Bücher "Royal Flush" (1976)," Grand Ouvert" (1978), ausserdem die Hefte "Tricks with Chips", "More Tricks with Chips", "Liebenow on Cards" (o. J.), Man nehme ... (1985). Seine Trickbeschreibungen, insbesondere die Effekte mit Pokerchips, wurden in ein Dutzend Sprachen übersetzt. 1986 wurde ihm vom MZvD die Auszeichnung "Schriftsteller des Jahres" verliehen. |
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Hartz, Joseph Michael 1836-1903 (GB) ![]() 1854 gab er, assistiert von seinem Bruder, in London seine erste Vorstellung. Vom Erfolg beflügelt, beschloss er, all seine Apparate aus Glas zu konstruieren und führte 1859 seine "Crystal Magic" vor. Während 6 Jahren verblüffte er sein Publikum mit "durchsichtigen Illusionen". 1866 reiste er mit seinem Bruder nach Amerika. Nach längeren Reisen eröffnete er in New York City ein Zaubergeschäft. 1881 kehrte er nach England zurück, während sein Bruder in Amerika blieb, wo er den Titel "Professor Hartz" annahm, um nicht mit seinem Bruder verwechselt zu werden. Joseph Hartz trat unter dem Namen "Le Sorcier Americain" in England und in den nächsten zwanzig Jahren in ganz Europa auf, unter anderem auch vor vielen gekrönten Häupternwie dem König von Spanien, dem Bey von Tunis, den Königen von Dänemark, Griechenland, Sachsen und Holland. Da ihm das schauspielerische Talent eines John Anderson fehlte, entsprach der Erfolg von Hartz beim Publikum nicht seinem eigentlichen Wissen und Können. Er erfand jedoch Kunststücke und Hilfsmittel, die von vielen Zauberkünstlern eingesetzt wurden und verbesserte viele bereits existierende Kunststücke. 1903 Während der Proben zu seinem geplanten Auftritt im Palace Theatre in London erkrankte Hartz und verstarb dreieinhalb Monate später an einer Nierenkrankheit. |
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Zelpy (Giampaolo Zelli) 1936-2003 (I) ![]() 1952 trat er der I.B.M. bei, 1953 dem Club Nazionale dei Maghi. Zu einer Zeit, zu der der Verein über kein eigenes Clublokal verfügte, stellte Zelpy sein Haus für die Treffen der Clubmitglieder zur Verfügung. Als langjähriger Vizepräsident des C.M.I und territorialer Vizepräsident der I.B.M repräsentierte er die italienische Zauberkunst in den Sechziger- und Siebzigerjahren an zahlreichen internationalen Kongressen. Als charismatische Persönlichkeit prägte er die magische Szene in Rom während Jahrzehnten. Zusammen mit Alberto Sitta hatte Zelpy eine tragende Rolle im C.M.I. Während Sitta als unermüdlicher Organisator wirkte, nahm sich Zelpy der Öffentlichkeitsarbeit und der technischen und künstlerischen Belange und der Programmgestaltung an. Als promovierter Arzt und Chirurg war Zelpy Amateur im besten Sinn des Wortes; er suchte nicht den finanziellen Erfolg in der Zauberkunst, sondern lebte seine Kreativität und Phantasie aus, indem er zahlreiche originelle Routinen erfand und verschiedene Bühnenprogramme schuf wie "Sinfonia della Seta" ("Seidensinfonie", 1967), "La Statua" ("Die Statue",1 970), "Il Piccione" ("Die Taube", 1976), in denen er die dargestellten Figuren meisterhaft inszenierte. In Zauberzeitschriften publizierte Zelpy weltweit zahlreiche Artikel über Präsentation, Inszenierung, Psychologie und Ablenkung, allgemeine Magie, Mikro- und Kartenmagie. Ausserdem publizeirte er "Magia delle mani" (1967) und "Prestigiazione e dintorni." |
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Uferini Guillelmo (Friedrich Wilhelm Ufer) 1838-1904 (D) ![]() |
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Basch, Ernst 1838-1908 (D) ![]() |
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Mulack, Friedrick 1838-1919 (D) ![]() Der deutsch-französische Krieg von 1870-71 unterbrach seine künstlerische Laufbahn. Nach dem Krieg baute er das Zaubertheater Mulack auf. Im Gegensatz zu anderen Zaubertheatern, die wegen der überall neu entstehenden Varietés schliessen mussten, hatte Mulack Erfolg und sein Theater bestand bis zu seinem Tod. Bei seinen Vorstellungen trug er stets das ihm für seine Verdienste an der Front verliehene Eiserne Kreuz. 1887 heiratet er seine zweite Frau. Mit zwei Theaterwagen zog er durchs Land, vorwiegend durch Kleinstädte Mitteldeutschlands und Polens. Von vier seiner sieben Kinder aus zweiter Ehe, zwei Töchtern und zwei Söhnen, ist bekannt, dass sie in die Vorstellung einbezogen wurden; sie assistierten bei Illusionen, traten als Musiker, Handschattenspieler, Wahrsagerin und Tänzerin auf. In der Regel trat Mulack mit seinem Theater während vier Tagen an einem Ort auf, wobei das abendfüllende Programm von zwei bis drei Stunden jeden Tag gewechselt wurde. Das meist dreiteilige Programm bestand etwa aus einem ersten Teil mit schwarzem Theater, einem zweiten Teil mit allgemeinen zeitgenössischen Kunststücken, Manipulationen, Kartenkunststücken und Schattenspielen. Im dritten Teil zeigten Mulack und seine Töchter eine Schweberoutine und den Serpentinentanz. Seine geschliffene Sprache, seine Kostüme und vielfältigen Darbietungen sorgten immer für volle Säle und seine Vorstellungen wurden von der Presse als sehr effektvoll und fesselnd beschrieben. Nachdem eine Tochter das Theater verlassen hatte und ein Sohn im ersten Weltkrieg gefallen war, gab Mulack noch bis zu seinem Tod Vorstellungen, zuletzt nur noch von seiner Frau und seinem zweiten Sohn unterstützt. Foto: Marco Habermann; ausführlichere biografische Angaben hier und in: Magische Welt, Heft 2, März/April 2007, S. 106ff |
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Liebholz, Professor (Johann Gottlieb Herrmann Liebholz) 1839-1875 (D) ![]() |
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Haselmayer, Louis 1839-1885 (A) ![]() |
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Davenport, Ira Eratus, 1839-1911 (USA) Davenport, William, 1841-1877 (USA) ![]() |
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Cazeneuve, Marius 1839-1913 (F) ![]() |
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Cordelier, François 1839-1914 (F) ![]() 1867 wurde er professioneller Zauberkünstler und trat zunächst als "Docteur Méphisto" und "Monsiseur Riz-au-lait" auf. Ab 1886 trat er mit einer Telepathienummer unter dem Namen "Docteur Satan & Capitaine Satan" und als "Professeur Hicks" auf und machte Tourneen durch den Orient und Südafrika, bevor er nach Frankreich zurückkehrte. 1890 trat er im Casino de Paris als "Leo Cordelier" auf. Als "Professeur Hicks" verfasste er " L'art de gagner aux cartes, ou les tricheurs démasqués (1904). 1909 wurde er zum Ehrenpräsidenten der AFAP ernannt. |
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Maskelyne, John Nevil 1839-1917 (GB) ![]() |
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Hoffmann, Professor (Angelo Lewis) 1839-1923 (GB) ![]() 1876 veröffentlichte er "Modern Magic". Zusammen mit "More Magic" (1890) und Later Magic (1902) bildete die sogenannte "Hoffmann Trilogie" die klassische Enzykopädie, der manche berühmte Zauberkünstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Einstieg in die Zauberkunst verdanken. |
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Ben Ali Bey (Max Auzinger) 1839-1928 (D) ![]() |
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