Takagi, Shigeo 1930-1991 (Japan) ![]() Er schrieb Dutzende von Büchern über Zauberkunst, Kartenspiele, Puzzles, Hypnose, Psychologie, Gedächtnis und Philosophie. |
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Talma, Mercedes (Mary Ford) 1868-1944 (GB) ![]() |
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Tampa (Ray Stanley Sugden) 1887-1939 (USA) ![]() Mit 30 wurde er professioneller Zauberkünstler. Um 1920 trat er als "Sugden, the Magician" mit einer chinesischen Nummer auf, in der auch seine Frau und seine zwei Söhne mitwirkten. Ab 1924 nannte er sich "England's Court Magician". Er lernte Kellar, Houdini und Thurston kennen. 1925 unterschrieb er einen Vertrag mit Thurston, der den Namen Tampa für ihn aussuchte. Von da an trat er als "Tampa, England's Court Magician under the direction of Howard Thurston" mit einer von Thurstons Illusions-Shows vor allem in den Südstaaten auf. Nachdem um 1930 Vaudeville nicht mehr florierte, präsentierte er mit grossem Erfolg ein Radioprogramm mit dem Titel "Tampa, England's Court Magician and the Musical Hankey Farm Bakers". Weitere Radioauftritte folgten und 1934 wurde er "Ambasssador of Good Will" für die Pittsburg Press. Mit 51 Jahren starb er an einer Herzkrankheit, unter der er schon längere Zeit gelitten hatte. Biografie: FRANK, G.R. Tampa, England’s Court Magician. Gary R. Frank, Granada Hills, Calfornia, 2002 |
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Tandeau, Jacques 1933-2013 (F) ![]() In den 1960er-Jahren organisierte er Seminare von Dai Vernon und Slydini bei Mayette Magie. |
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Tan Hock Chuan 1910-1991 (Singapur) ![]() Von Beruf war er Mathematiklehrer. Als erster Asiate erhielt er 1937 den Sphinx-Award. Seine Kunststücke erschienen in zahlreichen Zeitschriften wie Sphinx, Magic Wand, Goldston's Magic Qarterly, Genii. Er veröffentlichte "Rough and Smooth Possibilities" (1948) und "The Magic of Tan Hock Chuan" (1970). |
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Tarbell, Dr. Harlan Eugene 1890-1960 (USA) ![]() |
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Taylor, E. Cooper "Daddy" 1852-1927 (USA) ![]() Eines seiner bekanntesten Kunststücke war der verschwindende Vogelkäfig, den er auch wieder erscheinen liess. Er verdiente viel Geld und konnte seine letzten Lebensjahre in Wohlstand verbringen. |
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Taylor, Harold 1909-1992 (GB) ![]() Er verfasste die Seminarhefte , "The Angle of a Pro" Vols. 1 & 2 (1969) und "Harold Taylor Lecture Notes" (1982). |
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Taylor, Gerald 1927-2022 (AUS) ![]() Um 1941 war Gerald Taylor Gründungsmitglied und mit 15 Jahren jüngstes Mitglied der Queensland Society of Magicians In den Kriegsjahren 1943 bis 1945 trat es bei vielen Gelegenheiten im American Red Cross Services Club in Brisbane auf. 1944 und 1945 trat er in drei Shows im Varieté-Theater Cremorne in Brisbane als Australiens jüngster Zauberkünstler auf. 1953 gründete er einen Brisbane-Ring der I.B.M. Er wurde zum Präsidenten gewählt und bekleidete dieses Amt bis 1961. 1955 erwarb die Abbot's Magical Company in den USA die Herstellungsrechte für eine von Gerald 1945 erfundene Produktionsbox. Sie nannten sie "The Box of Pam". Sie wird auch heute (2022) noch von ihnen vermarktet. 1950, 1953, 1956 und 1959, präsentierte Gerald eine Reihe von Zaubershows in der All Saint's Hall und der Albert Hall in Brisbane. Die ersten beiden waren gemeinsame Auftritte mit James Reid, einem in Brisbane sehr bekannten Zauberkünstler. Er überzeugte Gerald, dass er einen ganzen Abend lang zaubern konnte. Die letzten beiden wurden von Gerald Taylor zusammen mit zwei Varietékünstlern präsentiert. Als 1959 das Fernsehen in Brisbane Einzug hielt, trat Gerald bei vielen Gelegenheiten in den Tonight Shows von QTQ 9 und in der ersten von ABC präsentierten Varietéshow "Anything Goes" auf Kanal 2 auf. Auf QTQ 9 präsentierte er 1960 zum ersten Mal den von ihm erfundenen Tausend-Pfund-Schlüsseltest. 1962 wurde Gerald Taylor von der I.B.M. in den USA mit einem "Oscar" für eine 1961 in der Zeitschrift "The Linking Ring" veröffentlichte Abhandlung mit dem Titel "A Revolutionary Approach to Black Art" ausgezeichnet. J.C. Williamson Theatres Ltd. besaß den Pachtvertrag für das und führte dort seine Vorstellungen auf. Nach langwierigen Verhandlungen gelang es Gerald, das Theater für seine magische Produktion zu mieten, die im August 1963 beginnen sollte. Zuvor reiste er in die USA und nach Großbritannien, um zusätzliche Requisiten zu kaufen, und kehrte zurück, 1963 eröffnete Gerald Taylor im Her Majesty's Theatre in Brisbane sein Programm "The Wonderland of Magic. Das Stück wurde von der Presse sehr positiv aufgenommen und in der Gerald-Taylor-Ausgabe des Genii-Magazins vom Januar 1976 ausführlich beschrieben. Diese Produktion erwies sich als der Wendepunkt in seinem magischen Leben. Alles andere geschah entweder vor oder nach Her Majesty's im Jahr 1963. Neue Möglichkeiten boten sich ihm, als er den Grossteil des Jahres 1964 in den Clubs von Sydney auftrat. Höhepunkte der Jahre 1965 und 1966 waren Auftritte in diversen Fernsehsendungen in Sydney und Melbourne. 1966 eröffnete er Aladdin's Magic Shop in Melbourne. Er führte das Geschäft sehr erfolgreich bis 1980, als es verkauft wurde. Es lief noch fünf Jahre lang, bevor es 1985 geschlossen wurde. Während der Jahre bei Aladdin's schrieb und veröffentlichte Gerald Taylor "The Classical Technique of Fire Eating" mit Bruno Nolos Feuerschluck-Nummer, das sich zu einem Klassiker entwickelte. 1980 veröffentlichte er Charles Wallers Buch "Magical Nights at the Theatre". Das auf 1.000 nummerierte und signierte Exemplare limitierte Buch, das über Zauberkünstler und andere Künstler berichtet, die zwischen 1854 und 1947 in Melbourne wurde zu einem begehrten Sammlerstück. 1986 kaufte er Bernard's Magic Shop in Melbourne und führte das Geschäft bis er es 1992 verkaufte. Als einziger Zauberkünstler wurde Gerald Taylor vom Performing Arts Museum in Melbourne mit dem Green Mill Award ausgezeichnet. Die Aufschrift auf dem Preis lautet: "Der Green Mill Award des Performing Arts Museum 1992. Verliehen mit Bewunderung und Zuneigung an Gerald Taylor in Anerkennung seines lebenslangen Engagements für die Kunst der Illusion in Australien und für die Erhaltung ihrer Traditionen und Geschichte." - 13. November 1992. Frank Van Straten, Direktor. Vom Performing Arts Museum wurde Gerald Taylor gebeten, während der National Museums Week im Coles Myer Foyer der Melbourne Concert Hall einen einstündigen Vortrag über die Geschichte Magie zu halten. Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass sie 1994 im Foyer des George Fairfax Studio wiederholt wurde, anschliessend 1995 auch für den National Trust in "Como" und 1996 im Victoria College of the Arts. 1995 wurde das von Gerald Taylor verfasste Buch "Companion to Theatre in Australia" veröffentlicht. 1996 wurde Gerald Taylor mit einem "Lifetime Achievement Award in Australian Magic" auf der Silver Anniversary Magical Convention im World Congress Centre in Melbourne ausgezeichnet. 2002 war er einer der Hauptdarsteller in der Show "The Way We Were" im Optus Playhouse im QPAC mit 15 von der Bühne und aus dem Fernsehen bekannten Künstlern. 2005 veröffentlichte er das Buch "The Encyclopaedia of Melbourne. 2008lieferte er die historischen Informationen und half bei der Präsentation der Objekte für die Ausstellung "Hocus Pokus" im City Museum in Melbourne. 1993 wurde er vom Performing Arts Museum in Melbourne gebeten, die magischen Gegenstände, die dem Museum im Laufe der Jahre gespendet worden waren, im Detail zu beschreiben. Im selben Jahr begann er, einen Tag pro Woche auf freiwilliger Basis zu arbeiten. Nachdem er die die Arbeit an der Sammlung abgeschlossen hatte, beschrieb die umfangreiche Sammlung der J.C. Williamson Theatres Ltd. und anderen. Von 2001 bis 2003 legte er eine Pause ein und kehrte in dieser Zeit nach Brisbane zurück. Nach seiner Rückkehr nach Melbourne nahm er die Arbeit wieder auf und blieb 2010, als er sich zur Ruhe setzte. |
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Taytelbaum, Eddy Jules Sam 1925-2019 (NL) ![]() Ein paar Jahre später entdecke er in einer Wochenzeitschrift den Katalog eines Zaubergeschäftes. Dort bestellte er seine ersten Tricks. Ein paar Jahre daraufsah er zum ersten Mal einen professionellen Zauberkünstler. In dieser Zeit ging Eddy den unterschiedlichsten Jobs nach, er arbeitete als Schildermaler, Buchbinder, Tischler und Kallighraph. Nach dem zweiten Weltkrieg zog er nach Aruba. Dort kaufte er sich "Blackstone's Modern Card Tricks and Secrets of Magic" und begann ein paar Jahre später als halbprofessioneller Zauberkünstler unter dem Namen "Magini the Great" aufzutreten. Daneben arbeitete er als Verkäufer von medizinischen Bedarfsartikeln und erledigte administrative Büroarbeiten. Um 1948 machte er sich in Aruba als Zauberkünstler einen Namen und bewarb sich um die Mitgliedschaft in der I.B.M. In den folgenden Jahren verfasste er einige Artikel für den Linking Ring. 1950 zog er nach Haarlem in den Niederlanden, wo er sein Bein erneut medizinisch versorgen liess. Er absolvierte einen Kurs als Bauzeichner und begann 1952 für das Verteidigungsministerium zu arbeiten. In Holland begann er mikromagische Kunststücke zu bauen, die zu begehrten Sammlerstücken wurden. 1955 gewann Eddy Taytelbaum an der FISM in Amsterdam den 1. Preis in Mikromagie und den 3. Preis in Kartenmagie, 1958 an der FISM in Wien den 1. Preis in Kartenmagie und 1961 an der FISM in Lüttich den 3. Preis in Kartenmagie. Einige seiner Kartenkunststücke wurden in Apocalypse, "Best of Friends" Vol. 1 (Harry Lorayne, 1982) und The Gen veröffentlicht. > Video 1 > Video 2 |
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Phil Temple (Philip Walter Steinhart) 1939-2018 (USA) ![]() 1969 wurde er von Milt Larsen für die fünfzehnte Ausgabe der jährlichen "It's Magic"- Revue in Los Angeles engagiert. Anfang der 1980er-Jahre trat er auf Kreuzschiffen und zweimal bei einer Tournee von Zauberkünstlern in Japan auf. Er führte seine Illusionsshow auch im Magic Castle vor. 1979 stürzte er beim Verlassen der Bühne bei auf einer zusammenbrechenden Treppe. Er verletzte sich dabei so schwer an Händen und Füssen, dass er danach nicht mehr auf der Bühne auftreten konnte. Auf der Suche nach einer neuen Einnahmequelle begann er, Zauberplakate zu kaufen, zu restaurieren und zu verkaufen. Ausserdem begann er, die Korrespondenz zwischen Howard Thurston und Dante abzutippen und publizierte die Sammlung unter dem Titel "Thurston Dante Letter Set". 1983 organisierte er das San Francisco Magic Symposium, das während der folgenden vier Jahre ein vielbeachtetes Zusammentreffen von berühmten Zauberkünstlern, Händlern und Sammlern wurde. 1985 bis 2000 publizierte Phil Temple das "Thurston Scrapbook: The Grace Thurston Manuscript" und veröffentlichte in Zusammenarbeit mit Jane Thurston Shepard "Our Life in Magic" (1989). Ausserdem verfasste er "Dante: The Devil Himself" (1991) sowie "The Carter Scrapbook" (1992) und "A Magician's Tour Revisited" (mit R. Olson, 2000). Die ursprünglich vierhundertfünfundachtzig Seiten der Korrespondenz zwischen Thurston und Dante ergänzte er mit Plakaten. Fotos und zusätzlichen Briefen und veröffentlichte ein zweibändiges Set "Thurston and Dante … the Written Word" (2006). Phil Temple sammelte auch Aufziehspielzeuge und Zauberkästen. Von letzteren, die er alle mit Fotos und Beschreibungen dokumentierte, hatte er 1'100 in seiner Sammlung. 1995-2003 gab er 50 Ausgaben von "Phil Temple's Magic Set Collector's Newsletter" heraus. |
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Tendo, Mahko (Takao Yabushita) 1960-2009 (Japan) ![]() Weltbekannt wurde er durch seine Kartenmanipulationen mit Riesenkarten. Er trat in vielen Ländern in zahlreichen Fernsehsendungen auf, so unter anderem in England, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Portugal, , Amerika, Argentinien Kolumbien, Hong Kong und China. Mahka Tendo erhielt zahlreiche Preise, u. a. 1. Preis in Manipulation am FISM-Kongress in Madrid (1985), den Grand Prix in Monte Carlo (1992), den Foster Baird Prize (1999), den Preis für Best Technician of the Year (1998). Mit 49 Jahren starb Mahka Tendo an Krebs. |
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Ten Ichi (Tenichi Shokkyokusai) 1852-1912 (Japan) ![]() |
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Ten-I-Chi (Jules Edward de Nijs) 1893-1967 (NL) ![]() Nach dem Tod seines Vaters, der nicht wollte, das Jules auch Zauberkünstler wurde, begann er als Zauberkünstler aufzutreten und stellte nach dem ersten Weltkrieg eine Show mit 7 Gehilfen zusammen, in der er unter anderem eine Degenkiste und die Daumenfesselung vorführte. Als sich wegen der Inflation die Show nicht mehr aufrecht erhalten liess, versuchte sich Jules als Musiker. 1924 begann er erneut eine Zaubershow aufzubauen, die schliesslich auf zwölf Mitwirkende anwuchs. Damit bereiste er Frankreich, Deutschland, Österreich, England, Spanien und Italien. 1929, in der Wirtschaftskrise, die ein Auskommen für Varieté-Künstler schwierig machte, kaufte er sich in Breda (NL) ein Kinotheater, das er von da an betrieb. |
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Tenkai (Sadjiro Ishida) 1889-1972 (Japan) ![]() Er war der Erfinder der Tenkai-Palmage, bei der eine Spielkarte zwischen Daumen und Handfläche verborgen gehalten wird. Die Palmage wird auch für das Palmieren von Riesenmünzen verwendet. Ausserdem erfand er den Effekt "Tenkai Pennies" unter Verwendung des "Goshman Pinch" (der in Wahrheit von Tenkai erfunden wurde). In "Six Tricks by Tenkai" wurden Mitte der Fünfzigerjahre einige seiner Kunststücke publiziert. Eine Anzahl seiner Karten- und Münzenkunststücke wurden in "The Magic of Tenkai" (G. Kosky und A. Furst, 1974) beschrieben. |
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Tenyo, Shokyokusa 1888-1980 (Japan) ![]() Er war Mitbegründer des ältesten heute existierenden magischen Clubs in Japan. 1931 eröffnete er als erster in Japan eine Zauberabteilung in einem Warenhaus. In Folge des grossen Erfolges gründete er das Tenyo Magic Laboratory, dessen Leitung er 1953 seinem jüngsten Sohn Akira Yamada übertrug. Die Tenyo Company produziert neben magischen Kunststücken, die heute nur noch einen geringen Prozentsatz ihrer Produktion ausmachen, ebenfalls andere Produkte wie Zusammensetzspiele und Backgammonspiele. |
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Thayer, Floyd G. 1877-1959 (USA) ![]() 1902-12 führte er sein Geschäft r unter dem Namen Magic Shop of the West, 1912-1916 als Thayer & Christianer, 1916-1917 als F.G. Thayer, 1917 als Thayer Studio of Magic, 1917-1933 als Thayer Manufacturing Company. 1933 verkaufte er das Geschäft an Carl und Henry Owen. 1942 kaufte Bill Larsen das Geschäft. Floyd Thayer wurde in die S.A.M. Hall of Fame aufgenommen. |
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Thiery, Harry 1938-2005 (NL) siehe Di Sato |
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Thompson, Francis L. 1920-1976 (USA) ![]() Lange vor Simon Aronson oder Juan Tamariz verwendete er ein gelegtes Spiel, mit dem er unglaubliche Effekte erzielte. In Phil Thomas' Yogi Magic Mart traf er sich mit Leuten wie Cy Keller, Jack Birnman, Harvey Rosenthal, Howie Schwarzman, Scotty York. Zutritt zu dieser Runde erhielt nur, wer ernsthaftes Interesse und seine Hingabe für die Zauberkunst bewiesen hatte. Unter dem Namen von Frank Thompson wurden "The Cold Deck" (1976) und "The Thompson Pass" (1981) publiziert. Kartenkunststücke und Techniken von Frank Thompson wurden in Zeitschriften wie Pallbearer's Review und Apocalypse und in zahlreichen Büchern anderer Autoren wie Alton Sharpe, Frank Garcia, Karl Fulves, Harry Lorayne, Phil Goldstein, John Bannon, Mike Maxwell, Paul Cummins, veröffentlicht. Thompson starb mit 56 Jahren an einer seltenen Form der Leukämie. |
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Thompson, Jr., J. G. 1910-1975 (USA) ![]() Thompson verfasste "My Best" (1945), "Telastrophy" (1954),"Top Secrets of Magic" (3 Bände, 1956-68), "Card Party" (mit Ned Rutledqe, 1965), "Between Two Minds" (mit Ned Rutledqe, 1967),"Magic to Delight" (1970), "The Living End" (1972), "Sleight Intended" (1973), "The Miracle Makers" (1975), und veröffentlichte Kunststückbeschreibungen in Jinx, Phoenix, New Phoenix, New Jinx, MUM, Pallbearers Review. |
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Thompson Johnny (John Max Thompson) 1934-2019 (USA) ![]() Johnny Thompson wurde adoptiert und erfuhr erst mit 24, wer seine leiblichen Eltern waren noch später, dass er polnischer Abstammung war. Nachdem er mit acht Jahren einen Film über einen Kartenspieler auf einem Misissippi-Dampfer gesehen hatte, wollte er Falschspieler werden. Er las The Expert at the Card Table von Erdnase und übte während der nächsten vier Jahre die schwierigen Kartentechniken. Mit 10 besuchte er zum ersten Mal ein Zauberfachgeschäft. Mit 12 erhielt er seine erste Auftrittsmöglichkeit in einem Vergnügungspark, wo er Louis Zingone kennenlernte. Bereits als Kind stellte er eine Nummer zusammen, bei der er zwei Tauben und drei Goldfischgläser produzierte, Fische aus der Luft fing, Tücher produzierte und schliesslich zwei weitere Tauben und mehrere Fischgläser erscheinen liess. Mit 12 traf er bei einem Auftritt zwei Mundharmonikaspieler und war so fasziniert von der Musik, dass er mit zwei Freunden zusammen die Mundharmonika-Gruppe "The Harp Hooligans" formierte, und sich damit seinen Lebensunterhalt verdiente. Mit 16 wurde er von den Harmonicats - den erfolgreichsten Mundharmonikaspielern jener Zeit - zunächst als Ersatzspieler eingestellt, dann als reguläres Mitglied der Band. Bei einem schweren Autounfall erlitt Johnny Thompson 1957 Gesichtsverletzungen, die plastische Chirurgie erforderten. Danach litt er während 5 Jahren unter traumatischer Epilepsie. Zunächst arbeitete er mit einer anderen Mundharmonikagruppe zusammen, gründete dann eine neue Gruppe, das "Harmonic Jazz Quartett", mit dem er während fünf Jahren erfolglos auftrat. Mit 28 löste er die Gruppe auf, arbeitete für zwei Comedians und entdeckte dabei sein eigenes Talent für Komik. Im Geschäft von Jay Marshall traf er Marshall Brodien, der ihn in die Sparte der Tradeshows einführte. Ausserdem lernte er Al Koran kennen, der ihm half, eine Mentalnummer zu entwickeln, die er die nächsten paar Jahre an Tradeshows vorführte. Daneben arbeitete er an einer neuen Bühnennummer mit Tauben. Als Tom Palmer seine Nummer aufgab, übernahm sie Tomsoni mit Palmers Erlaubnis, vor allem die Art der Präsentation, die innere Einstellung des Vorführenden, die Figur des arroganten Gecks, dem alles schief geht. Während der Vorführungen entwickelte sich daraus dann nach und nach durch zufällige Begebenheiten Johnny Thompsons eigene Nummer. Channing Pollocks Produktion von zwei Tauben als Eröffnung und die Verwandlung einer Taube in ein Seidentuch führte er mit dessen Erlaubnis vor. Mitte der Siebzigerjahre traf er Pam, Model und Schauspielerin, die seine zweite Frau wurde und nach zwei Ehejahren als seine Assistentin auftrat. Mit der gemeinsamen Nummer als "The Great Tomsoni & Company" traten sie bald regelmässig in Las Vegas und in Fernsehshows auf. Ab Anfang der Achtziger- bis Ende der Neunzigerjahre trat Johnny Thompson vorwiegend auf Kreuzfahrtschiffen auf. 1999 erhielt er von der Academy of Magical Arts den Masters Fellowship. Seine Frau Pam war erst die zweite Frau, welche die gleiche Auszeichnung erhielt. Seine Kunststücke, die den Einfluss seiner Mentoren Dai Vernon, Charlie Miller und Harry Riser wiederspiegeln, wurden von Jamy Ian Swiss in "The Magic of Johnny Thompson" (Vols. 1 & 2, 2018) beschrieben. > Video 1 > Video 2 > Video 3 > Video 4 > Video 5 |
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Thorn, Chevalier Ernest (Moses Abraham Thorn) 1853-1928 (A) ![]() Mit 18 machte er sich selbständig und zog mit seinem Bruder Heinrich nach Konstantinopel. Dort blieb er zwei Jahre bevor er nach Indien und dem fernen Osten reiste. Als Thorn und Darvin bereisten die beiden Brüder China, Japan und Australien Ab 1880 hielten sie sich sechs Jahre in den USA auf, wo sie mit dem verschwindenden Pferd Aufsehen erregten. Während Heinrich sich zurückzog und in Amerika blieb, reiste Ernest Thorn mit seiner Frau Julie als einer der brillantesten Vorführenden seiner Zeit mit seiner spektakulären Show "An Hour in Dreamland" während rund 40 Jahren um die Welt. |
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Thurston, Howard 1869-1936 (USA) ![]() Zwischenhinein versuchte er sich mit einem Partner auch als Taschendieb und wurde dabei verhaftet. Er wurde von einer religiösen Familie aufgenommen. Als Thurston 17 war, starb seine Mutter. Thurston besuchte während drei Jahren eine Bibelschule in Massachusetts und sollte danach die Universität von Pennsylvania besuchen. Doch als er in den Schulferien in Albany eine Vorstellung von Herrmann The Great gesehen hatte, reiste er diesem nach und versuchte, mit ihm ins Gespräch zu kommen, was ihm allerdings nicht gelang. Er reiste zu seinem Vater nach Detroit, übte während ein paar Wochen verbissen einige Kunststücke ein und bat seinen Vater um etwas Geld, damit er beginnen könne, als professioneller Zauberkünstler zu arbeiten. Sein Vater lachte ihn jedoch bloss aus und Thurston verliess ihn mit nichts als ein paar Requisiten. In Detroit sah er auf der Strasse einen Marktschreier, der in kurzer Zeit eine beträchtliche Anzahl von Kartoffelschälmessern verkaufte. Thurston hatte die Idee, mit Zaubertricks die Leute anzulocken und ihnen dann die Kartoffelschäler zu verkaufen. In Cleveland, wo er sich damit über Wasser hielt, wurde er von einem Zirkusartisten angesprochen und als Zauberkünstler im Zirkus verpflichtet. Danach reiste er mit verschiedenen Jahrmarktshows umher und trat als Zauberkünstler auf, so oft er konnte, musste aber oft auch andere Jobs annehmen. Unter dem Namen "Howard Thurston, America's Premier Card Manipulator" und als +Howard Thurston, Premier Card Manipulator of the World" reiste Thurston mit seiner Frau Grace im Land umher und trat in unbedeutenden Theatern in kleinen Städten auf. Leon Herrmann, der von Thurstons Kartensteiger gehört hatte, liess ihn zu sich kommen und im Theater wo er auftrat von Thurston vorführen. Er war von dem Kunststück begeistert und wusste nicht, wie Thurston es gemacht hatte. Am nächsten Tag stand in der Zeitung zu lesen "Herrmann the Great, Mystified by Thurston". Thurston verschickte Kopien davon an Vaudeville-Agenten, doch keiner meldete sich bei ihm und er reiste weiter durch die Lande und es dauerte noch einige Jahre, bis er finanziellen Erfolg hatte und schliesslich in grösseren Theatern auftreten konnte. 1900 wurde er nach London eingeladen, wo er als selbst ernannter "King of Cards" grossen Erfolg hatte. 1901 wurde ein auf vier Wochen festgelegtes Engagement auf 26 Wochen verlängert. Von da an erhielt er so viele Engagements, wie er wollte und trat in verschiedenen europäischen Ländern vor gekrönten Häuptern auf. Darauf stellte er eine 45 Minuten dauernde Illusionsshow zusammen, mit der er ab 1902 mit grossem Erfolg in den USA auftrat. 1905 ging er mit mehreren Tonnen Gepäck auf eine dreijährige Weltreise: Honolulu, Fidschiinseln, Neuseeland, Australien, Tasmanien, Philippinische Inseln, China, Japan, Indien. 1907 trat er die Nachfolge von Kellar an und reiste mit der von diesem aufgebauten Riesenshow mit vierzig Mitwirkenden und zwanzig Lastwagen Gepäck herum. Während der letzten vier Jahre seiner Karriere trat er vier bis fünf Mal am Tag in den besten Theatern in den USA auf. Die Vorstellungen wurden von ca. 60 Millionen Menschen besucht. Nach einem Schlaganfall erholte er sich nicht mehr und starb mit 66. Biografien: OLSON, R .E., The Complete Life of Howard Franklin Thurston, Vol. 1. Hades Publications, Inc., Calgary, Alberta, Canada, 1993. THURSTON, G. My Magic Husband. Howard Thurston Unmasked. Phil Temple, n. pl.,1985, Second Printing 2006. STEINMEYER, J. The Last Greatest Magician in the World. Penguin, 2010. > Video 1 > Video 2 |
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Tihany (Franz Czeisler) 1916-2016 (H) ![]() Um 1934 nahm er den Namen Tihanyi an (nach dem ungarischen Dorf am Balatonsee; das Schluss-i liess er erst später weg) und arbeitete mehrere Jahre als Zirkusdirektor in Rumänien. Während des Krieges gab er Vorstellungen für die Allierten Truppen. Nach Kriegsende wurde er nach Brasilien eingeladen, wo er zunächst während acht Monaten als Zauberkünstler in einem Zirkus arbeitete und spanisch und portugiesisch lernte. 1954 kaufte er ein eigenes 450 Personen fassendes Zelt, in dem er mit seiner Frau, seinem Sohn und einem weiteren Dutzend Mitarbeitern eine Bühnenshow mit vorwiegend magischen Effekten präsentierte. Bereits ein Jahr später kaufte er ein grösseres Zelt, mit dem er Brasilien bereiste und danach während drei Jahren eine Tournee durch Argentinien und Uruguay machte. Später benütze er ein zweites Zelt, so dass er in dem einen auftreten konnte, während das andere in der nächsten Stadt aufgebaut wurde. Ende der Sechzigerjahre reiste er vier Jahre durch Mexiko, danach während den nächsten sechs Jahren durch Ecuador, Argentinien, Kolumbien, Chile, Brasilien, Uruguay, Peru und Venzuela. In einem mit einer Bühne versehenen, 1.5 Millionen Dollar teuren Zelt für 4000 Zuschauer gab er täglich zwei Vorstellungen, am Wochenende dazu noch Matinees. Diese Varietéshow sahen pro Wochenende rund zwanzigtausend Zuschauer. Für den Transport der tonnenschweren Ausrüstung wurden fast 50 Trucks benötigt. In den Siebziger- und Achtzigerjahren, als das Fernsehen das hauptsächliche Unterhaltungsmedium in Südamerika wurde, produzierte Tihany ein halbes Dutzend Sendungen und wurde so zu einem Fernsehstar, den viele Zuschauer dann auch live sehen wollten. 1984 unternahm er eine Abschiedstournee in Brasilien und zog nach Florida. Bereits 1986 ging er jedoch wieder auf Tournee durch Mexiko. Mit 73 wollte er eine Tournee durch Nordamerika unternehmen, brach diese jedoch bald ab, da er sich mit den dort geltenden Gesetzen und Vorschriften - auch seiner mangelnden Englischkenntnisse wegen - nicht zurechtfand. Darauf trat er bis Ende der Neunzigerjahre wieder in Südamerika auf. Danach übergab er den Part des Zauberkünstlers in seiner Show an Richard Massone, der während zwanzig Jahren für ihn gearbeitet hatte. Insgesamt sahen im Verlauf von 50 Jahren etwa 40 Millionen Zuschauer Tihanys Vorstellungen. Tihany wurde in Anerkennung seiner Leistungen für die Förderung und Erhaltung von Zirkuskunst und Kultur zum Zirkusbotschafter der Fédération Mondiale du Cirque ernannt. Als Juror war er an zahlreichen Zirkusfestivals wie denjenigen von Budapest, Monte Carlo und Peking tätig. Er wurde in den Circus Ring of Fame in Sarasota aufgenommen. 1978 wurde ihm von der Academy of Magical Arts die Performing Fellowship verliehen, 1987 die Masters Fellowship. Tihany vertarb kurz vo r seinem hundertsten Geburstag. > Video 1 > Video 2 > Video 3 |
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Torell, Jan (Jean Gerrit Schnepel) 1935-2014 (D) ![]() Nachdem er 1952 erfahren hatte, dass Al Torsten - der 1950 am ersten Zauberkongress nach dem Krieg in München aufgetreten war - in Lübeck wohnte, suchte er diesen auf. Al Torsten brachte ihm die Grundlagen der Manipulation mit Bällen, Karten, und Fingerhüten bei. Jan Torell gewann diverse Preise in allgemeiner Magie, so 1958 am MZvD-Kongress in Frankfurten den ersten Preis, 1973 am FISM-KOngress in Paris den 3. Preis, 1975 am Europakongress in Baden Baden den 1. Preis und 1976 am FISM-Kongress in Wien den 2. Preis. Seine aussergewöhnliche Nummer beinhaltete Fingerhut- und Ballmanipulationen und Verwandlungen von Riesenkarten in Tücher, aus denen er Würfel produzierte. Den Abschluss bildete das Erscheinen einer fast mannshohen Würfelpyramide. 1975 absolvierte Jan Torell eine Seminartournee in den USA, wirkte in Los Angeles in Milt Larsens It's Magic Show mit und trat 14 Tage im Magic Castle auf. 1986 trat er je eine Woche im Theate an der Wien und im Kulturplast Dresden auf. Jan Torellverfasste "Maic by Jan Torell" (1975) und "Rund um den Zaubertisch" (o. J.). 1978 verstarb seine Ehefrau und Partnerin auf der Bühne, Hannelore. |
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Torsten, Al (Alexander Franz Simoneit) 1917-2004 (RUS) ![]() 1935 emigrierte er nach Königsberg in Ostpreussen, wo er seine künftige Frau, Ellen Tschutter, traf und 1939 heiratete. Al Torsten arbeitete bei Derulft, Vorgängerin der Lufthansa. 1945 begannen Sie ein neues Leben in einem Flüchtlingslager in Luebeck, Westdeutschland. 1956 wanderten sie in die USA aus und erwarben 1962 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1945, während der Besatzung durch die Alliierten, begann Al Torsten mit seiner Frau für Flüchtlinge und Wohltätigkeitsorganisationen der Armee aufzutreten. Sein Ruf wuchs mit zunehmender Geschicklichkeit und schliesslich wurde er professioneller Zauberkünstler. Al Torsten war vor allem bekannt durch seine Manipulationen. Der Höhepunkt seiner professionellen Karriere als Zauberkünstler lag zwischen 1945 und 1956, für die Zauberkunst interessiert hatte er sich jedoch bereits mit 11 Jahren und das Interesse blieb bis zu seinem Tod mit 87 Jahren erhalten. |
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Tosari, Hans (Hans Hander) 1898-1967 (Tschechien) ![]() 1921-1924 arbeitete er als Geschäftsführer des Zirkus Frankello. 1928 hatte er mit einer Manipulationsnummer mit einer Uhr, Zigaretten und Fingerhüten seinen ersten Auftritt als Zauberkünstler in einem Varieté. Ab 1933 wurde er durch die nationalsozialistische Rassenpolitik in der Berufsausübung stark behindert. Ab 1945 half er in Dresden aktiv beim Aufbau des Kulturlebensmit, so war er u. a. Leiter eines Varietés. 1959 wurde er Vorsitzender des Zentralausschusses Magischer Zirkel der DDR, 1960-1967 war er Vorsitzender des Magischen Zirkels der DDR, den er zu künstlerischer Höhe führte. 1967 erhielt er den Teumerring des Magischen Zirkels von Deutschland. Als Berufszauberkünstler trat Hans Tosari in Kabaretts und Varietés in Deutschland und Österreich auf. 1967 starb er in Dresden. |
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Tréborix (Robert Olivaux) 1894-1982 (F) ![]() Auch der Krieg von 1914-1918 konnte seine Karriere nicht unterbrechen. Seine Auftritte bei den Truppen im Théatre aux Armées gab ihm im Gegenteil die Möglichkeit, sein Können zu perfektionieren. Nach der Befreiung beschloss er 1919, sich als Augenoptiker ausbilden zu lassen. Neben seiner Arbeit als Optiker in Nantes verfolgte er unter dem Bühnennamen Tréborix seine Karriere als Zauberkünstler weiter. Er spezialisierte sich auch auf Mnemotechnik und wurde in Frankreich zu einer Autortät auf diesem Gebiet. 1933 war er Gründungsmitglied er Amicalae Robert Houdin in Nantes. In seiner spärlichen Freizeit vefasste er drei Bücher, "ABC de la mnémotechnie" (1938), "Fantaisie avec des dés à jouer" (1950, 1953 als englische Übersetzung "Diversions with Dice " erschienen) und "Souvenirs et mémoire" (1974) |
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Tree, Leo (William John Atkins) 1884-1957 (GB) ![]() Bevor die Trees 1949 nach Australien zogen, entwickelten Sie "long distance telepahty", die vor allem publizistischen Zwecken diente, um die Aufmerksamkeit des Publikums aufrechtzuerhalten. Dabei übertrugen Sie Gedanken vom Dach eines Hochhauses in ein Theater oder von Leo in einem Taucheranzug unter Wasser zu Frances. In Australien traten sie weiterhin in Theatern auf und zogen sich dann allmählich aus dem Showgeschäft zurück. |
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Trewey, Félicien 1848-1920 (F) Nach ein paar Jahren wurde er Besitzer eines Wandertheaters, in dem er als Jongleur, Zauberkünstler, Tänzer und Schauspieler auftrat. Danach begann er als Schattenspieler aufzutreten. 1869 wurde er in Paris als Star gefeiert und reiste danach mit Schattenspiel und Chapeaugraphie durch ganz Europa. 1889 tat er sich in New York mit Alexander Herrmann zusammen. Dort fand er in den folgenden Jahren viele Imitatoren. |
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Trixer, Hans (Hans Eric Elsbach-Trixer) 1921-1994 (D) ![]() Bevor er 1939 vor den Nazis nach Holland floh, änderte er seinen Namen in Trixer um. Nach der Invasion Hollands durch die Deutschen verbrachte er die Kriegsjahre in Konzentrationslagern. Nach seiner Befreiung nahm er eine Stelle in Henk Vermeydens Magic Studio in Amsterdam an und wurde Herausgeber der Zeitschrift Triks. In Amsterdam lernte er auch Fred Kaps kennen. Hans Trixer blieb immer Amateurzauberkünstler, aber dank seinem Können gewann er 1949 in Holland den Close-up Grand-prix. Im Gleichen Jahr trat er dem Magic Circle bei und wurde sogleich zum Member of the Inner Magic Circle ernannt. 1952 wanderte er nach dem damaligen Süd-Rhodesien aus, wo er als gelernter Juwelier ein neues Leben als Direktor des bedeutendsten Juweliergrossisten der Region. begann. In dieser Zeit begann er, Kunststücke in englischsprachigen Zeitschriften wie The Gen, Pentagram, MUM, Genii, Arcane und Epoptica zu publizieren. Kunststücke von ihm wurden auch in klassischen Werken wie Gansons "Routined Manipulation", Corindas "Thirteen Steps to Mentalism" und Paul Currys "Special Effects" veröffentlicht. 1955 publizierte er das Buch "Conjuring Trix and Jardine Ellis Ring". Hans Trixer verstarb während einer USA-Reise infolge eines Herzanfalls in New Orleans. |
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Trost Nick (Nicholas K. Trost) 1935 -2008 (USA) ![]() Von 1961 bis 1994 schrieb er eine Kartenkolumne in The New Tops. Bekannt wurde Nick Trost in den USA und Europa vor allem durch seine Päckchentricks und Kunststücke, deren Vorführung keine grosse Fingerfertigkeit erfordern. Er verfasste zahlreiche Bücher über Kartenkunststücke, so "Nick's Table Trix" (1956), "Cardman's Secrets" (1964), E.S.P. Session with Nick Trost (1965), Mental Card Miracles (1965), "World's Best Card Miracles" (1971), "Expert Gambling Tricks" (1975), "Gambling Tricks with Cards", part one and part two (1975), "Trost's Subtle Card Magic": Part one (1976), "Close-up mentalism Folio" (1979), "Impromptu Card Magic Folio NO. 2"(1979), "Ace Tricks: From the Collected Manu-Secrets of Nick Trost" (1983), "The Card Magic of Nick Trost" (1997). 2008 erschien "Subtle Card Creations", Volume 1. 2008 starb er infolge eines Hirntumors. |
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Trunk, Hans 1887-1966 (A) ![]() Er erfand mehrere Kunststücke. Am bekanntesten ist das Mitte der 1920er Jahre auf den Markt gebrachte „Blaue Wunder“, bei dem eine auf vier runden gelben, auf einem Stab aufgereihten Scheiben liegende blaue Scheibe von oben zur Mitte und dann nach unten wandert. Die Herstellungsrechte hatte Hans Trunk ursprünglich der Firma Klingl in Wien überlassen. Ottokar Fischer brachte dann jedoch das Kunststück auch in den Verkauf, danach wurde es ab 1930 von Thayer und weiteren Firmen in den USA angeboten. Zwischen 1939 und 1942 publizierte Hans Trunk in der Magie eine Artikelserie Unter dem Titel "Magische Memoiren". Er veröffentlichte "Das Trunk-Buch", in dem ein erster Teil der in der Magie veröffentlichten Artikel zusammengefasst waren (1939), "Und heute wird gezaubert" (1947) sowie "Super-Premonition" (1953). |
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Truxa (Erik Bang) 1919-1996 (DK) ![]() Der mehrsprachige Truxa erreichte durch spektakuläre Reklametricks - Entfesselungen, Blindfahrten, in der Öffentlichkeit vorgeführte Schweben - dass immer wieder in den grössten Tagezeitungen in Skandinavien, Amerika, Italien, Spanien und Japan über ihn berichtet wurde. Mit der mit seiner Frau präsentierten Telepathienummer trat er wiederholt im Radio und im schwedischen Fernsehen auf. Seine abendfüllende Show zeigte er in Schweden unter anderem auch drei Tage hintereinander in einem Zirkuszelt mit 2200 Sitzplätzen. Truxa verfasste das Buch "Trolla med Truxa" (1970). |
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Tschitaschwili , Dick (David Josifowitsch Tschitaschwili) 1913 - ? (Georgien) ![]() Als Berufskünstler arbeitete Dick mit Gegenständen, die dem Zuschauer ins Auge sprangen. So produzierte er aus einer Zeichnung eine Vase mit Blumen. Die Zeichnung war danach vom Blatt verschwunden. Er liess ein Aquarium mit Wasser und Goldfischen erscheinen, ein laufender Fernseher verschwand auf offener Bühne. Erstmals in der UdSSR zeigte Tschitaschwili die folgende Kombination: Er nahm ein Tuch aus der Tasche, es wurde untersucht und danach in die Luft geworfen; er zog eine Flasche Rotwein aus dem Tuch. Die Flasche wurde auf ein Glastablett gestellt, welches eine Assistentin hielt. Sie trug das Tablett mit der Flasche zum anderen Bühnenende. Tschitaschwili zauberte aus dem Tuch einen Kristallpokal. Mit Gesten deutete er an, den Pokal mit der weit entfernten Rotweinflasche zu füllen. Der Weinpegel in der Flasche fiel. Zum Schluss wickelte der Künstler das Tablett mit Flasche in Papier ein und liess alles verschwinden. Seine Darbietung zeigte Tschitaschwili als würdevoller reifer Meister mit sehr sparsamen Gesten. Scheinbar ging nichts Besonderes vor, nur seine Augen leuchteten. Aus: A. A. Vadimov, M. A. Trivas. Von den Magiern der Antike bis zu den Illusionisten unserer Tage. Aus dem Russischen frei übersetzt von Hans-Christian Solka, Magdeburg. |
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Tucker, Tommy (Ellsworth Hosford Tucker) 1915-1991 (USA) ![]() Er erfand den Six-Card Repeat, ein Kunststück, das durch Blackstone weltweit bekannt gemacht wurde. 1947 heiratete er Elisabeth, mit der er ab 1948 eine weltberühmte Zweipersonen-Mentalnummer ausarbeitete, die er in 23 Ländern der Erde zeigte. Er gründete Magitornix, eine Firma, die elektronische Hilfsmittel für Zauberkünstler anbot. Er wurde in die SAM Hall of Fame aufgenommen und erhielt 1987 den Performing Fellowship der AMA. Er verfasste "Tommy Tucker gives you - What Next!" (1936) und veröffentlichte Artikel in MUM, Genii und weiteren Zeitschriften. |
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